Archinaut immer aktuell: News zu Bauen und Architektur

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  • Überblick: Heimische Holzarten
    von Veronika Kober am November 12, 2019 um 9:40 am

    Heimisches Holz hat viel zu bieten. Fußbodenbeläge, Schlafzimmermöbel oder Schnitzerholz - für jeden Zweck gibt es das passende Holz. Erfahren Sie hier mehr zu Eigenschaften und Einsatzgebieten heimischen Holzes. […]

  • Was ist Terrazzo?
    von Isabella Pils am November 12, 2019 um 9:28 am

    Auch wenn Ihnen "Terrazzo" nichts sagt - unter den Füßen hatten Sie den Baustoff bestimmt schon einmal. Als traditioneller Bodenbelag begegnet man ihm etwa in Wiener Zinshäusern, aber auch wieder zunehmend in Neubauprojekten. Kein Wunder, so variantenreich wie er ist. Erfahren Sie hier mehr. […]

  • Künetten zur Abstützung der Baugrubenwände
    von Sophia Gruber am November 12, 2019 um 8:39 am

    Bei Baugruben sind Sicherungen dann notwendig, wenn aus Platzgründen keine Böschungen möglich sind. Die Sicherungen können unter Umständen sogar einen zusätzlichen Schutz für das Gebäude bieten und im Boden verbleiben. […]

  • So machen Sie die Garage fit für den Winter
    von Veronika Kober am November 8, 2019 um 7:58 am

    Schnee, Eis, Frost. Da ist wohl jeder froh, wenn er sein Auto in einer Garage unterstellen kann. Damit auch diese für den Winter gerüstet ist, sollten Sie ein paar Vorbereitungen treffen. Wir haben die besten Tipps. […]

  • Bauen im Winter - die wichtigsten Maßnahmen
    von Veronika Kober am November 6, 2019 um 8:17 am

    Haus bauen im Winter? Grundsätzlich kein Problem! Es müssen aber verschiedene Vorkehrungen getroffen werden, um das Bauwerk vor der kalten Witterung und ihren Begleiterscheinungen zu schützen. Erfahren Sie hier das Wichtigste über winterliche Baustellen. […]


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  • Buchtipp: Balkrishna Doshi – Writings on Architecture
    am November 13, 2019 um 4:13 pm

    Überraschend für die Fachwelt gewann der 92-jährige Balkrishna Doshi im letzten Jahr den renommierten Pritzker-Architekturpreis. Neben seiner – von der westlichen Welt bisher viel zu wenig beachteten – seit sechs Jahrzehnten visionären Architekturpraxis sind nun Doshis zahlreiche Essays, Studien und Zeichnungen eine weitere Entdeckung. Der indische Architekt Balkrishna Doshi hat seit den 1950er Jahren mehr als 100 Gebäude realisiert, darunter vor allem Verwaltungs- und Kultureinrichtungen wie Hochschulgebäude und Kunsträume, aber auch ganze Siedlungen, Wohnhäuser und Musterprojekte, die mit ihrem partizipativen Ansatz an den Bewohnern ausgerichtet war, lange bevor dieser Begriff Mode wurde. Einblick in die Entwicklung von Doshis außergewöhnlicher Herangehensweise, die schon in frühen Jahren von heute aktuellen (westlichen) Debatten global relevanter Themen wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Förderung von Kommunikation, Individualisierung durch Modulsysteme, kulturelle Verortung, Auswirkungen von Immigration und Verlust der Gemeinschaft in den Städten geprägt war, gibt der soeben erschienene Band mit den von Vera Simone Bader kuratierten Schriften und Zeichnungen von Doshi. „Balkrishna Doshi – Writings on Architecture & Identity“ versammelt die wichtigsten Veröffentlichungen des ehemaligen Schülers und Mitarbeiters von Le Corbusier. Neben richtungsweisenden Essays wie „Regionality“ (1960), „Architecture and Attitudes“(1979) oder „Growth, Change and Development in Urban Centres“ (1996) enthält das Buch eine Einführung sowie ein aktuelles Interview von Vera Simone Bader, der Kuratorin am Architekturmuseum der TU in München, mit dem charismatischen Architekten aus dem Jahr 2019. "For me, writing helps immensely to understand the way space, form and structure manifest themselves. When I write, I begin to feel the dialogue, the movement and the kinds of stories they may have."Balkrishna Doshi Seit den 1950er Jahren verfasste Doshi bis zu 12 Tagebücher pro Jahr. In seinem Haus befinden sich heute über 500 von ihm handgeschriebene Bücher – gefüllt mit Ideen zu Architektur und Städteplanung, zur Philosophie, aber auch zum Verhältnis von Tradition und Moderne. Allein die Tagebücher zeugen von der enormen Bedeutung, die Schreiben und Zeichnen in senem Werk einnehmen. Und es wird anschaulich, dass der Städteplaner neben der Architektur vor allem am Leben selbst und dessen vielschichtigen Formen und Ausprägungen interessiert ist. Mit seiner Idee einer ganzheitlichen Architektur, der Vision von Einfachheit, Adaptierbarkeit, Partizipation, Kooperation, Humanität, Stabilität und Sicherheit war und ist Doshi seiner Zeit weit voraus. Zahlreiche von Doshis Schriften wurden in internationalen Fachmagazinen veröffentlicht. Er hat Vorträge auf Konferenzen in Japan, den USA, Iran, Ägypten, der Schweiz, Frankreich, Finnland und Indien gehalten. Der nun erschienene Band ist reich illustriert und enthält ausserdem einige bisher unveröffentlichte Aufsätze von Balkrishna Doshi. Balkrishna Doshi lässt den Leser seiner Aufzeichnungen am eigentlichen Prozess der Gestaltung teilhaben. Er stellt Fragen, verwirft Ideen, wägt Lösungen ab und lässt sich somit bei seinem kreativen Schaffensweg, bei seinen Gedankengängen über die Schulter schauen. So ist dieses Buch nicht nur für Architekturliebhaber eine interessante Lektüre, sondern bietet Kreativen und Gestaltern nachhaltige Inspiration. TIPP Bis 19. Jänner zeigt das Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne mit der Ausstellung „Architektur für den Menschen“ einen Einblick in das Werk von Balkrishna Doshi. http://www.architekturmuseum.d […]

  • Vortrag: tiburg Architekten
    am November 13, 2019 um 3:30 pm

    Am 26. November werden im Rahmen der Architektur in Progress Vortragsreihe Junge Architektur Ulrike Tinnacher, Alexandra Isele und Leo Habsburg von tiburg Architekten über Ihre Arbeit sprechen. „Räume mit Sensibilität“, so könnte das Motto lauten, unter dem der Vortrag des jungen Architektentrios steht. Denn die drei jungen Architekten von tiburg sehen sich als Teil einer Baukultur, deren Anspruch es ist, in einer angemessenen Sensibilität die Elemente der Architektur in eine räumliche und materielle Erzählung einzubinden. Ein Schwerpunkt ihres Schaffens liegt in der intensiven Auseinandersetzung mit Materialen und deren sinnlicher Wahrnehmung. 2019 gründeten Ulrike Tinnacher (*1987), Alexandra Isele (*1987) und Leo Habsburg (*1985) ihr gemeinsames Büro tiburg Architekten in Wien. Der Entwurf im Kontext des Ortes bildet das Fundament ihrer architektonischen Arbeit. […]

  • Zukunfts-Werkstatt
    am November 13, 2019 um 2:57 pm

    Die digitale Peitsche* schwingen? Teil (3/3)  Wenn sich in einer Firma durch die Digitalisierung positive Werte wie Gemeinschaft, Freude, Vertrauen und Würde der Menschen kaum noch entfalten können, dann ist etwas schiefgegangen. Selbst dann, wenn die Produktivität kurzfristig hochgeschnellt sein sollte. Wenn das Digitalisieren zu einem menschengerecht sinnvollen Fortschritt mit nachhaltig positiven Folgen beitragen soll, muss es auf ein Wertedenken gestützt sein. Werte sind das unsichtbare (aber starke) Bindeglied zwischen uns Menschen. Und es wird eine Menge Bindungswille und gegenseitiges Vertrauen notwendig sein, wenn die Digitalisierung erst einmal in Büros und Werkstatt endgültig angekommen sein wird. Vom Handwerk zum Digitalisieren Das Erlernen und Studieren der realen (analogen) Welt ist die Voraussetzung dafür, dass man versteht, was aus guter Digitalisierung herauszuholen ist. Dieser Erwerb von Wissen und Können kann nur über Lehre und praktische Ausbildung erfolgen. Erst wenn den Mitarbeiter(inne)n auf analoge Weise „in Fleisch und Blut übergegangen ist“, worauf es ankommt, haben sie eine ausreichend geschulte Intuition, um Maschinenintelligenz sinnvoll zu nützen.  Wenn ihnen diese Voraussetzungen fehlen, werden sie zum Schaden des Unternehmens und ihrer selbst zu „Maschinist(inn)en“ degradiert. Wenn Politiker, Unternehmer, Funktionäre und Eltern das Handwerk abwerten, dann zerstören sie den Fortschritt unseres Landes an der Basis. Dann wird in absehbarer Zeit nämlich niemand mehr die Realität hinreichend gut kennen, um (den Rechnern) die richtigen Fragen zu stellen und entsprechende Arbeitsaufträge zu erteilen. Tischler als „Hüter des Wissens“? Laut der Wirtschaftsinformatikerin Sarah Spiekermann von der Uni Wien sollte ein „Hüter des Wissens“ eine Lehre absolviert, einige Jahre Erfahrung (in der realen Welt) gesammelt, das eine oder andere zusätzlich studiert und sich in seiner Region bewährt und Glaubwürdigkeit erworben haben. Ihren Ruf als Hüter der Wissens verdanken sie nämlich einer umfassenden Kompetenz, die ihnen von den Menschen zugeschrieben wird: dank ihres Wissens, ihres praktischen Könnens und ihrer Haltung.  Das ist die Zukunft, von Digitaler Ethik in­spiriert. Mit Motivation statt mit Peitsche. So wird es sich gut (über-)leben lassen. *Ich beziehe mich in meinem Beitrag auf das höchst lesenswerte und verständliche Buch Digitale Ethik von Sarah Spiekermann. Verlag Droemer Knaur, München 2019 […]

  • Tipps zum Jahreswechsel - Teil 2
    am November 13, 2019 um 2:52 pm

    Alle Jahre wieder – sollte man rechtzeitig daran denken, was bis zum 31. 12. noch zu tun ist! Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine 14-prozentige Forschungsprämie beantragt werden. Spenden an begünstigte Institutionen sind (max. bis zu 10 % des laufenden Gewinnes) Betriebsausgaben und werden dem Finanzamt nicht gemeldet. Betriebsveranstaltungen (bis zu € 365,–/Jahr und Arbeitnehmer) sind ebenso wie Sachgeschenke (Grenze: € 186,–) steuer- und sozialversicherungsfrei. Unter Umständen können auch Verluste, insbesondere aus Spekulation oder Vermietung/Verpachtung, ausgeglichen oder trotz besonderem Steuersatz eine Veranlagung beantragt werden. Diese Fälle benötigen aber eine Beratung im Einzelfall (und auch Zeit)! Der Verlustabzug („Verlustvorträge“ aus Vorjahren) sollte vom Finanzamt automatisch berücksichtigt werden. Sind sie uns bekannt, werden sie selbstverständlich in die Steuererklärung aufgenommen. Die fünfjährige Antragsfrist für die freiwillige Arbeitnehmerveranlagung 2014 endet mit Jahresende. Ebenso endet die siebenjährige Belegaufbewahrungspflicht für Unterlagen des Jahres 2012 (und früher). Für Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen gilt ebenfalls das Abflussprinzip, d. h. sie müssen heuer bezahlt werden, wenn sie heuer Berücksichtigung finden sollen. Wegen des einkommensabhängigen Selbstbehaltes bei den außergewöhnlichen Belastungen sollte man möglichst viel in einem Jahr zusammenkommen lassen (nicht auf mehrere Jahre verteilen).  Bei den Sonderausgaben ist zu beachten, dass die Topfsonderausgaben nur mehr eingeschränkt Berücksichtigung finden und außerdem nur mehr bis inklusive 2020 überhaupt absetzbar sind. Spenden sowie Kirchenbeiträge werden dem Finanzamt automatisch gemeldet, wenn Sie der Spendenorganisation die dafür notwendigen Daten bekannt gegeben haben. Zwecks Kontrolle sollten Sie die Belege aufbewahren.  Somit verbleiben in erster Linie noch freiwillige Weiterversicherungen, der Nachkauf von Versicherungszeiten und Steuerberatungshonorare (so diese nicht Betriebsausgaben oder Werbungskosten darstellen). LEI-Nummer nicht vergessen! Nichtnatürliche Personen (also insbesondere GmbHs und Vereine sowie Privatstiftungen) benötigen für Wertpapier(ver)käufe eine LEI-Nummer – bei Bedarf bitte rechtzeitig besorgen. Und damit noch nicht genug: Deren Gültigkeit muss jährlich verlängert werden!&ens […]

  • Eiserner Klimaschutz
    am November 13, 2019 um 1:05 pm

    Werkstoffwissenschaften. Die Metallindustrie und Materialwissenschaft haben zahlreiche Möglichkeiten, metallische Werkstoffe klimafreundlicher zu machen. Sechs Prozent der weltweiten CO2-Emissionen gehen derzeit auf das Konto der Stahl- und Aluminiumindustrie – das sind jährlich 4,4 Milliarden Tonnen. Wie sich der immense CO2-Fußabdruck bei der Metallherstellung und -verwendung reduzieren lässt, skizzieren Dierk Raabe, Direktor am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf, und Wissenschaftler des MIT in Cambridge (Massachusetts) in einem Übersichtsartikel für das Fachmagazin „Nature“. Sie schlagen dabei zum einen Maßnahmen vor, die sich rasch und mit vergleichsweise wenig Aufwand verwirklichen lassen, formulieren aber zum anderen langfristige Ziele, die nur mithilfe umfassender Grundlagenforschung zu erreichen sind. Metallproduktion steigt rasant Ohne Metalle geht in modernen Gesellschaften so gut wie nichts. Alleine 1,7 Milliarden Tonnen Stahl und 94 Millionen Tonnen Aluminium werden pro Jahr produziert; buchstäblich stützen sie die Industrieproduktion, Gebäude und den Verkehr, aber auch die Energieversorgung, die Telekommunikation und die Medizin. Und bis 2050 könnte sich die Menge metallischer Werkstoffe, die jährlich hergestellt und verbaut wird, noch einmal verdoppeln und bei einigen Materialien sogar verdreifachen. Doch Metalle aus den Erzen zu gewinnen, in denen sie abgebaut werden, ist extrem energieintensiv, verbunden mit einem hohen CO2-Ausstoß, der entscheidend zum Klimawandel beiträgt. So blasen Stahl- und Aluminiumhersteller 30 Prozent der Treibhausgase in die Luft, die Industrieunternehmen weltweit freisetzen. „Wir müssen diese industriellen CO2-Emissionen reduzieren“, sagt Dierk Raabe. „Und die Metallindustrie kann dazu einen erheblichen Beitrag leisten.“ Nicht zuletzt weil zumindest die Industrienationen ab 2050 weitgehend klimaneutral, also mit ausgeglichener CO2-Bilanz wirtschaften wollen. Viel Raum für Forschung Wachsender Bedarf an metallischen Werkstoffen und sinkendes CO2-Budget: Um diese Szenarien miteinander in Einklang zu bringen, analysiert Dierk Raabe gemeinsam mit C. Cem Tasan und Elsa A. Olivetti, die beide am MIT forschen, wie sich der CO2-Ausstoß der Metallindustrie senken lässt. „Das ist eine Aufgabe sowohl für die Industrie als auch für die Forschung“, sagt der Max-Planck-Wissenschaftler. „Denn zum einen hat die Metallindustrie bereits Möglichkeiten, wirkungsvoll und auch relativ kurzfristig CO2 einzusparen. Zum anderen gibt es bei der Entwicklung nachhaltiger Legierungen noch viele weiße Gebiete für die Grundlagenforschung.“ So beleuchten die Wissenschaftler fünf Felder, auf denen Industrieunternehmen und Forscher aktiv werden können – und müssen: Mehr Nachhaltigkeit in Produktion und Verarbeitung Um den CO2-Aussstoß bei der Produktion zu senken, muss die Industrie den Anteil an Schrott, den sie wiederverwertet, erhöhen. Denn ein Metall einzuschmelzen, verbraucht deutlich weniger Energie, als es durch Reduktion aus seinem Erz zu gewinnen. „Das gilt vor allem für Abfälle, die in der Metallindustrie selbst anfallen, weil es sich hier um große Mengen handelt und weil sie sich relativ sortenrein trennen lassen“, sagt Dierk Raabe. Bei der Produktion von Metallen und ihren Legierungen müssen zudem zunehmend CO2-neutrale Verfahren zum Einsatz kommen. So lassen sich die jeweiligen Erze mit regenerativ erzeugtem Strom elektrolytisch direkt zu den entsprechenden Metallen reduzieren. Metalle können aber auch ganz oder teilweise mit Hilfe von regenerativ erzeugtem Wasserstoff gewonnen werden. Auch bei der Verarbeitung von Metallen können Unternehmen viel Energie und damit CO2 sparen, vor allem indem sie die beträchtlichen Verluste vermindern, die es hier in allen Stadien gibt. So gehen 40 Prozent des geschmolzenen Aluminiums verloren, bevor daraus überhaupt ein Blech geworden ist, beim Stahl beträgt dieser Ausschuss ganz am Anfang der Verarbeitung immerhin 25 Prozent. Die Stadt als Mine: Sortieren und Wiederverwerten Um den Anteil von wiederverwertetem Metall erhöhen zu können, muss Schrott besser sortiert werden. Denn eine Legierung erfüllt ihre Aufgabe nur, wenn sie nicht zu stark verunreinigt ist. Daher benötigen Recycling-Unternehmen aufwändige Techniken, mit denen sie Legierungen identifizieren, trennen, reinigen und zerkleinern können. Bevor diese Verfahren perfektioniert und konkurrenzfähig sind, könnte die Forschung für die Metallindustrie Legierungen entwickeln, deren Eigenschaften von Verunreinigungen kaum oder gar nicht beeinträchtigt werden. Die Möglichkeiten des Recyclings zu verbessern, ist eine Aufgabe, der sich Metallurgen inzwischen verstärkt widmen. Nachhaltiges Legierungsdesign für Recycling-freundliche Materialien Zum einen untersuchen Forscher bereits jetzt Legierungen für unterschiedliche Anwendungen, deren Eigenschaften von Verunreinigungen nicht nennenswert beeinträchtigt werden. Zu diesem Zweck müssen sie aber zunächst verstehen, wie sich kleinste Spuren von anderen Elementen in einer Legierung auswirken, in der sie eigentlich nicht vorkommen sollten. Zum anderen verfeinern Materialwissenschaftler die Möglichkeiten, das Verhalten von metallischen Werkstoffen nicht nur über deren chemische Zusammensetzung zu steuern, sondern auch über deren Mikro- und Nanostruktur. Wenn die Zahl von Legierungen, die sich chemisch unterscheiden, sinkt, wird es nämlich leichter, Metallschrott zu trennen und wiederzuverwerten. In eine ähnliche Richtung zielen Anstrengungen, Crossover- oder Einheitslegierungen zu komponieren. Solche Legierungen sollen verschiedene Aufgaben, für die bislang jeweils spezialisierte Materialien entwickelt werden, erfüllen können. „Die Forschung an metallischen Werkstoffen steht hier vor einem Paradigmenwechsel“, sagt Dierk Raabe. „Bislang wurden Legierungen für eine einmalige Verwendung optimiert, künftig müssen wir beim Design der Zusammensetzung und der Eigenschaften mehr und mehr auch die Wiederverwertbarkeit berücksichtigen.“ Langlebigkeit durch Korrosionsschutz und mehrmalige Nutzung Drastisch verkleinern lässt sich der ökologische Fußabdruck der Metallindustrie alleine dadurch, dass Legierungen beziehungsweise die Bauteile, die aus ihnen gefertigt werden, langlebiger werden. Denn dann müssen schlicht weniger Metalle hergestellt werden, um sie zu ersetzen. „Vor allem der Korrosionsschutz hätte hier eine enorme Wirkung“, sagt Dierk Raabe. Die Metallindustrie und Materialwissenschaftler haben es hier mit verschiedenen Arten der Korrosion zu tun, je nachdem um welches Metall es geht und in welcher chemischen Umgebung ein Material zum Einsatz kommt. Das reicht vom herkömmlichen Rost oder andere Formen der elektrochemischen Korrosion über die Abnutzung durch starke mechanische Beanspruchung bis hin zur Wasserstoffversprödung. So vielfältig wie die korrosiven Effekte sind die Bemühungen, ihnen zu begegnen. So schützt die Industrie viele Metalle mit Opferanoden vor elektrochemischer Zersetzung, weil deren Material von der Korrosion zuerst gefressen wird. Materialwissenschaftler suchen zudem Legierungen, die Risse und andere Schäden selbst heilen, indem sie ihre Mikrostruktur ändern. Oder sie entwickeln Beschichtungen, die Korrosionsschäden beseitigen oder zumindest abmildern können. Nicht alle metallischen Bauteile werden jedoch ausrangiert oder ersetzt, weil sie abgenutzt oder korrodiert sind. Nicht selten müssen sie aus ökonomischen Gründen weichen. Sie dann an anderer Stelle weiter zu nutzen, ohne sie erst einzuschmelzen und dann wieder ein gleiches Bauteil herzustellen, würde ebenfalls viel Energie sparen. „Um entsprechende Verwertungsketten zu schaffen, müssen auf politischer Ebene entsprechende Anreize gesetzt werden“, sagt Dierk Raabe. Energieeffizienz durch Leichtbauweise und bessere Temperaturbeständigkeit Nicht nur die Ökobilanz der metallischen Produkte selbst lässt sich im Gebrauch verbessern, indem sie etwa möglichst lange genutzt werden, auch in ihrem jeweiligen Einsatzgebiet lässt sich Energie sparen, wenn das Design der Werkstoffe und Bauteile darauf optimiert wird. So verbrauchen Autos mit leichteren Karosserien weniger Treibstoff, und Turbinen, die bei höheren Temperaturen arbeiten können, erzeugen aus der Wärme verfeuerter fossiler Energieträger effizienter Strom. In manchen Fällen lässt sich die Effizienz bei der Anwendung noch durch die Konstruktion der Bauteile verbessern; nicht zuletzt der 3D-Druck schafft hier neue Möglichkeiten. In vielen Fällen sind aber einmal mehr Metallurgen gefragt, entsprechende Legierungen zu entwickeln. Durch die Veränderung der Zusammensetzung aber auch der Mikrostruktur können sie die Festigkeit der Werkstoffe erhöhen, ihre Dichte verringern oder ihre Beständigkeit gegenüber hohen Temperaturen steigern. Fazit: „Metallische Werkstoffe sind in einer modernen Ökonomie unverzichtbar“, sagt Dierk Raabe resümierend. „Glücklicherweise haben wir zahlreiche Möglichkeiten, sie auch fit für eine nachhaltige, vor allem CO2-neutrale Wirtschaftsweise zu machen.“ Autor: Peter Hergersberg, Max-Planck-Gesellschaft […]

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